Bestatterin
Mein Antrieb, Bestatterin zu sein, hat so viele Facetten. Und jeden Tag aufs Neue wird mir gezeigt, dass ich in diesem Beruf endlich mein Zuhause gefunden habe.
Bestatterin zu sein bedeutet für mich, das Vertrauen von Angehörigen geschenkt zu bekommen – das Vertrauen, mich um einen Menschen kümmern zu dürfen, den sie lieben und von dem sie Abschied nehmen müssen.
Es bedeutet aber auch, in einer der schwersten Zeiten einfach da zu sein. Ein offenes Ohr zu haben, wenn vor lauter Trauer manchmal niemand mehr richtig zuhören kann. Zeit zu geben, wenn sich die Welt für einen Moment viel zu schnell weiterdreht.
Für mich bedeutet dieser Beruf auch, einen verstorbenen Menschen durch die Geschichten seiner Familie und Freunde kennenzulernen. Zu erfahren, wer er war, was ihn ausgemacht hat, worüber er gelacht hat, was ihm wichtig war – damit daraus ein Abschied entstehen kann, der wirklich zu diesem Menschen passt.
Natürlich besteht auch mein Alltag nicht nur aus Trauergesprächen. Es gibt Formalitäten, Organisation, Telefonate und vieles, was im Hintergrund erledigt werden muss. Aber gerade in unserer heutigen, oft hektischen Zeit möchte ich für meine Angehörigen eines ganz bewusst haben: Zeit.
Genau deshalb habe ich mich mit Lumora selbstständig gemacht.
Ich möchte meine Arbeit so gestalten können, dass ich Zeit für die Verstorbenen habe – und genauso für die Menschen, die zurückbleiben.
Denn für mich ist Bestatterin zu sein nicht einfach nur ein Beruf.
Es ist das Gefühl, endlich angekommen zu sein.
Gute Seele
Ich war einige Zeit Franzis Kollege in einem anderen Bestattungsinstitut. Ihre herzliche Art, ihre besondere Weise mit Menschen umzugehen und ihre Vorstellung davon, wie Bestattungsarbeit sein sollte, haben mich schnell begeistert. Als sie mich gefragt hat, ob ich Teil von Lumora werden möchte, konnte ich eigentlich nur „Ja“ sagen.
Bei Lumora kümmere ich mich größtenteils um all das, was im Hintergrund passiert: Buchhaltung, Terminplanung, Büroorganisation und vieles mehr. Aber eigentlich bin ich überall dort zu finden, wo gerade eine helfende Hand gebraucht wird – eben ein bisschen die gute Seele bei Lumora.
Mir ist wichtig, dass auch hinter den Kulissen alles gut ineinandergreift. Ich möchte die Verbindung zwischen den Angehörigen, uns und den vielen Stellen sein, die zu einer Bestattung dazugehören – vom Krematorium über die Friedhöfe bis zu all den kleinen und großen organisatorischen Dingen, die erledigt werden müssen.
Denn während Franzi sich die Zeit nehmen soll, die ein Verstorbener und seine Angehörigen verdienen, möchte ich ihr im Hintergrund den Rücken freihalten.
Und genau so fühlt sich Lumora für mich an: Wir ergänzen uns, jeder auf seine Art – aber mit demselben Ziel.